Strukturgerät
Struktur eines Langlaufskibelages
Bei den Gleiteigenschaften von Langlaufskis ist die Struktur des Belages ein wesentlicher Faktor, erstaunlicherweise wichtiger als das selbst Wachs, dies geht oft vergessen.
Bis ca. -12°C entsteht beim Gleiten, durch Reibung und Druck ein dünner Wasserfilm zwischen Schnee und Belag. Wäre der Belag glatt, würde er am Schnee kleben, wie 2 Glasscheiben aufeinander kleben, wenn ein dünner Wasserfilm zwischen ihnen ist.
Um optimal auf dem Schnee zu gleiten, braucht der Belag eine Struktur, welche auf die Verhältnisse perfekt abgestimmt ist. Das minimiert das «Kleben» und die Reibung. Die wichtigsten Faktoren für die Abstimmung sind Schneekristallform, Schneetemperatur und Schneefeuchte sowie Geschwindigkeit und Gewicht des Athleten.
Gleitet der Ski über den Schnee bildet sich der Wasserfilm, dieser wird durch die Spannung des Skis beeinfluss, da diese bestimmt, wo wieviel Druck übertragen wird. Vereinfacht; ist der Wasserfilm unter der Schaufel viel dünner als unter dem letzten Drittel des Skis.
Die für das Gleiten optimale Struktur des Belages eines Langlaufskis wird normalerweise durch 2 verschiedene Arten von Strukturen gebildet.
Der Stein-Schliff, der Belag wird mit einer speziellen Stein-Schliff-Maschine geschliffen, dabei erhält er eine praktisch frei wählbare Struktur. Diese ist permanent und kann durch erneutes Schleifen geändert werden.
Die Handstruktur, mit verschiedenen Strukturgeräten kann eine Handstruktur in den Belag gepresst werden. Diese Struktur ist temporär und verschwindet nach dem Bügeln wieder praktisch vollständig.
Welche Strukturwalze bei welchen Verhältnissen mit wieviel Druck über welchen Teil des Skis gezogen wird ist also sehr individuell und kann nicht generell gesagt werden. Der Schlüssel zum Erfolg ist ein permanentes Testen, in jedem Training die Skis Unterschiedlich Strukturieren und ein Führen eines Struktur Tagebuches.
Das SkiLab Strukturgerät 2.0 wird mit 5 Strukturwalzen geliefert, das deckt die meisten Bedingungen zufriedenstellend ab.
V Strukturen eignen sich besonders aber nicht ausschliesslich bei Feinkörnigem Schnee und werden meistens von Beginn der Mittelrille bis ans Ende des Skis in den Belag gedrückt, ein leicht erhöhter druck gegen das Ski ende, macht die Skis oft schneller. Wieviel Druck auf das Gerät gegeben werden soll, ist unterschiedlich, grundsätzlich je wärmer, desto mehr, bei gleicher Walze.
Bei hoher Schneefeuchte bildet die V Struktur vom Beginn der Mittelrille bis ans Ski Ende oft die Grundlage, vom Ende der Bindung bis ans Ski Ende wird zur besseren Wasseraufnahme eine Lineare Struktur über die V Struktur gedrückt.
